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BALLA, ZSóFIA Zsófia Balla geboren 1949 im ehemals ungarischen, heute rumänischen Klausenburg, gehört einer ungarisch-jüdischen Minderheit an, deren Lebens-, Verfolgungs- und Todesgeschichte die Lyrikerin nachhaltig geprägt hat - wie auch die nationalkommunistische Dik-tatur und ethnische Unterdrückung unter Ceausescu. Extreme Le-benbedingungen, sofern der Mensch nicht daran zerbricht, scheinen für die Entwicklung eines Dichters gute Grundlagen zu bieten: Dreizehn Lyrikbände hat Zsófia Balla seit 1968 publiziert, acht davon in Rumänien und ab 1991 fünf in Ungarn. Im Kampf gegen geistig-moralische Verkommenheit sind Ballas Lyrik die heiteren Töne abhanden gekommen, indes ohne in Düsternis und Welt-schmerz zu verfallen. Die Fragen des Existentiellen im weitesten Wortsinn stehen im Mittelpunkt ihrer Gedichte. Die lyrische Aufar-beitung von Krankheit und Tod, Liebe und Haß, Heimat und Hei-matlosigkeit, Illusion und Lethargie, Opportunismus und Aufbegeh-ren, Philosophie und Kunst finden sich in Ballas Lyrik ebenso the-matisiert wie die Unbegreiflichkeit des Holocaust, den die Großel-tern in Auschwitz nicht überlebt haben. |
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