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West-östliche Konstellationen
Internationale Tagung zum 100. Geburtstag von Paul Celan
am 8.-9.10.2020 im Lyrik Kabinett

Die Vorträge der Internationalen Tagung zum 100. Geburtstag und 50. Todestag von Paul Celan, die das Institut für Germanistik und das Lyrik Kabinett kooperativ ausgerichtet  haben (8.-9.10.2020), sind jetzt auf www.dichterlesen.net nachzuhören.

Die Tagung richtete das Aufgenmerk vor allem auf räumliche Aspekte in Celans Werk. Entlang seiner Biographie bzw. seines Wegs aus der Bukowina über Wien nach Paris erhellte eine hochkarätige Riege von Forschenden, wie die Themenkreise von Raum und Reise, Begegnung und Bewegung in seinem Werk und in seiner Rezeption bearbeitet wurden. Konkrete geographische Verhältnisse traten dabei ebenso in den Blick wie damit verbundene poetologische Motive, etwa der „Meridian“ aus der Büchner-Preisrede.

Als Abendveranstaltung der Tagung stellte Thomas Sparr seinen in diesem Frühjahr erschienen Band vor: Todesfuge. Biographie eines Gedichts (DVA 2020). Er zeichnet darin die Geschichte das Gedichts nach, das wie kein zweites deutschsprachiges Werk in der Nachkriegszeit eine ganze Epoche ins Bild setzt. Nicht zuletzt macht er dabei sichtbar, inwiefern dem Text Celans Biographie eingeschrieben ist. Sparr, geboren 1956, ist Geschäftsführer des Suhrkamp Verlags in Berlin. Zuletzt erschien von ihm Grunewald im Orient. Das deutsch-jüdische Jerusalem.

Programm der Tagung:

Donnerstag, 08.10.2020

Erik Schilling (München): Ambivalente Topographien. Rilkes Dritte Duineser Elegie und Celans Walliser Elegie

Christine Ivanovic (Wien): „West-östliche“ Lesarten im Jahrhundert nach Celan             

Vivian Liska (Antwerpen): Das Schweigen über Brücken. Orte Celans bei Robert Schindel

Abendvortrag: Thomas Sparr (Berlin): Todesfuge. Biographie eines Gedichts

Freitag, 09.10.2020

Martin Hainz (Eisenstadt): „Wortaufschüttung“. Materialität als Indexikalität bei Paul Celan

Bernd Auerochs (Kiel): Betreten. Zum Anfang von Engführung

Werner Wögerbauer (Nantes): Celans Draußen. Über reale und sprachliche Räume in seiner Dichtung

Markus May (München): „Stimmen vom Galgenbaum“. Celans west-östliches Rotwelsch

Nachzuhören HIER.

Eine Kooperation des Instituts für Germanistik der LMU München und des Lyrik Kabinetts