lust-auf-lyrik_01

Gedicht /
Reimt sich /
Lässt einen träumen /
Eintritt in andere Welten /
Apokalypse

(Marie-Kristin Taddiken, 9a)

Neue Lyrik-Perlen aus Neuperlach III

Wilhelm-Busch-Realschule Neuperlach
Klasse 8g


Klassleitung: Christa Lippet
Projektleitung: Karin Fellner und Pierre Jarawan
Abschlussabend: 28. Januar 2015; Kulturhaus Neuperlach

Ich höre Trauer und Kummer

Ich höre Trauer und Kummer, aber auch Hoffnung und Freude laut durch die Straßen hallen.
Träume einzelner Leute steigen und fallen.
Autos scheinen ohne Ziel zu fahren.
Lautes Getöse, das die Motoren von sich geben.
Am Fußballplatz wird die Nacht von den Fluten der Lichter durchstrahlt.
Der Treffpunkt. Der Park, der mal hell beleuchtet war,
wirft einen düsteren Schein bis weit raus.
Ich verlasse ihn und gehe auf die Straße hinaus.
Ich spüre die Angst und kann vor meinem geistigen Auge sehen,
wie alle ihre Wohnungen verlassen und in die Schule fliehen.
Die Freude, die aufkam, als es vorüber war,
„Bombe entschärft“ war die erleichternde Nachricht damals.
Schön geschmückt die bunten Lichter sichern den Schein der Helligkeit,
jetzt in der Adventszeit.
Das ist das Viertel, das Viertel, das Viertel.

Denis Kurmehaj

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Heimat ist nicht irgendein Wort

Heimat ist nicht irgendein Wort.
Heimat ist nicht irgendein Ort.
Heimat beschreibt tausend Gefühle und Gedanken.
Dort hast du vielleicht einen Strauß
oder ein wunderschönes Haus
oder dort wartet dein Freund, der Klaus.
Heimat ist der Ort, wo viele glücklich sind,
und andere wollen wiederum ihre Träume woanders fortsetzen.
Es gibt Räume, da fühlst du dich geborgen,
der Fantasie sind keine Zäune gesetzt.
Lebe deine Heimat und klebe an dem Gedanken,
dass du bald wieder dort bist,
dann willst du nicht mehr fort,
denn das ist der wunderbarste Ort.

Mahdi Kheri Meshko

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Dieser Junge ist besonders

Dieser Junge ist besonders, nicht wie alle andern.
Mit ihm würde ich durch die ganze Welt wandern.
Er ist immer für einen da, egal ob Tag oder Nacht.
Er ist meine innere Kraft.
Dieser Junge hört mir zu
und spricht mir Mut zu.
Er nimmt mich so, wie ich bin, mit allen Fehlern und Macken
und irgendwann mal werd ich für ihn backen.
Er redet mit mir bis drei Uhr in der Früh
und gibt sich immer die größte Müh.
Dieser Junge ist der beste,
der allerbeste beste Freund.

Lara Winter

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Fotos © Dirk Gabriel