Hier ruckt der Zug an und bringt das Gedicht zum Stehen / 
ehe der Dichter der Versuchung erliegt / 
es auszuschmücken / 
mit Sentimentalität und Zynismus.

(Søren Ulrik Thomsen, Übers. Klaus-Jürgen Liedtke)
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Stiftung Lyrik Kabinett

Für die Freunde und Liebhaber der Poesie

Das Lyrik Kabinett fördert die Lyrik und ihre Vermittlung. Auf verschiedenen Wegen wirbt es für die Poesie aller Sprachen und Zeiten und gibt ihr einen festen Ort. Es wird getragen von einer Stiftung und ist entstanden aus einer privaten, mäzenatischen Initiative. Als ausschließlich der Dichtung gewidmetes Forum ist es in dieser Form in Deutschland einmalig. Auf internationaler Ebene entspricht das Lyrik Kabinett den Poesiezentren in anderen Ländern, wie etwa den französischen Maisons de la poesie oder der englischen London Poetry Library. Unterstützt wird das Lyrik Kabinett von einem Freundeskreis. Die von Ursula Haeusgen gegründete Stiftung Lyrik Kabinett verfolgt ihre Ziele durch Aktivitäten in vier Kernbereichen.

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Freundeskreis

Der Erfolg unserer Arbeit der letzten Jahrzehnte verdankt sich auch den vielen Freunden der Poesie, die ebenso Freunde des Lyrik Kabinetts geworden sind. Sie begleiten und unterstützen das Lyrik Kabinett und machen dabei selbst bereichernde Erfahrungen. 

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Veranstaltung
18.07.2018 - 19:00 Uhr

Lust auf Lyrik 
Die Klasse 6orange der Wilhelm-Busch-Realschule

Die Klasse 6orange der Wilhelm-Busch-Realschule

Projektleiter: Ann-Kathrin Ast & Pi...

Veranstaltungen

Die nächsten Veranstaltungen

Im Lyrik Kabinett finden jährlich etwa 45 Lesungen statt. Die kommenden Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender

Lyrik-Bibliothek

Die Lyrik-Bibliothek - Online-Katalog

In unserer Lyrik-Bibliothek finden Sie mit mehr als 55.000 Bänden Deutschlands größte Sammlung internationaler Poesie, 50 laufende Zeitschriften, CDs und DVDs sowie eine einzigartige Sammlung seltener Künstlerbücher.

Bestände

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Die kommenden Veranstaltungen per E-Mail

Aktuelles

Bücher beim Lyrischen Quartett am 17.7.2018

Jetzt stehen sie fest - die Bände, über die beim nächsten Quartett diskutiert wird: Gedichte aus Syrien, von Elke Erb, Pietro de Marchi und Stefan George.

Ilma Rakusa (c) Yvonne Böhler

Publikationen

Neuerscheinungen
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Jakob Hessing

Auf der Grenze. 
Eine autobiographische Wanderung.

Münchner Reden zur Poesie
34 S., Broschur
Buchgestaltung und Typographie von Friedrich Pfäfflin (Marbach)

Herausgegeben von Frieder von Ammon und Holger Pils

Die Rede hielt Jakob Hessing am 9. Mai 2018.

In seiner ‚Münchner Rede zur Poesie‘ stellt sich Jakob Hessing die Gretchenfrage: „Wie hast du’s mit der Poesie?“ Bei dem Versuch, eine Antwort auf diese Frage zu finden, blickt er zurück und erzählt von Gedichten und Texten der deutsch-jüdischen Tradition, die ihn durchs Leben begleitet haben und die ihm immer noch existenzielle Fragen stellen – auf der Grenze zwischen Berlin und Jerusalem, zwischen dem Deutschen und dem Hebräischen. Die autobiografische Suche führt Hessing aber auch an eine Grenze, die für ihn innerhalb der hebräischen Sprache verläuft: zwischen ihrer profanen und ihrer heiligen Dimension.

 

 

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Streiflichter. Fénycsóvák. Anthologie

Streiflichter. Fénycsóvák

Eine Anthologie ungarischer Gedichte. Zweisprachig ungarisch-deutsch. 
Auswahl und Übersetzung Julia Schiff.
Mit Nachworten von Orsolya Kalász und Árpárd Hudy.
224 S. 

Präsentation und Lesung am 20. März 2018

Das Lyrik Kabinett veröffentlicht eine Blütenlese ungarischer Dichtung des 20. und frühen 21. Jahrhunderts: Die durchgehend zweisprachige Anthologie Streiflichter will die deutsche Leserschaft für die ungemein vielgestaltige ungarische Lyrikszene sensibilisieren und den ungarischen Dichterinnen und Dichtern zeigen, dass sie in Deutschland wahrgenommen werden. Laut Orsolya Kalász (der Huchel-Preisträgerin 2017) bildet der Band eine „schöne und feste Brücke zur ungarischen Lyrik“ des 20. Jahrhunderts: „Dabei vereint er einerseits Autoren, die durch jahrzehntelange politische Grabenkämpfe in Ungarn getrennt wurden, zum anderen sind die Autoren durch ein und dieselbe Tradition verbunden. Den Glauben an die gesellschaftliche Relevanz ihrer Dichtung beziehen sie aus einem hohen ästhetischen und moralischen Anspruch an das Schreiben.“ Das Buch präsentiert 28 Dichterstimmen, von János Pilinszky (1921-1981) bis hin zu Gábor Lanczkor (* 1981).

Die Übersetzerin des Bandes Julia Schiff wurde 1940 in Detta im Banat geboren und als 11-Jährige mit ihrer Familie in die Bărăgan-Steppe verschleppt. 1956 durften die Deportierten zurückkehren. Nach einer Ausbildung zur Grundschullehrerin studierte Schiff an der Universität Temesvár/Timişoara mit Abschluss der Philologischen Fakultät (Rumänisch/Französisch). 1981 übersiedelt sie mit ihrer Familie in die Bundesrepublik. Fünfzehn Jahre lang war sie am Institut für Romanische Philologie der Universität München tätig. Heute lebt sie als freischaffende Schriftstellerin, Essayistin, Literaturkritikerin und Übersetzerin in München. Veröffentlichungen u.a. Steppensalz (2001), Nachtfalterzeit. Gedichte (2008), Reihertanz (2011), Verschiebungen (2013) und Katzengold (2016). An Übersetzungen erschien von ihr zuletzt: György Mandics / Zsuzsanna M. Veress: Aus den Aufzeichnungen von János Bolyai. (Pop-Verlag 2017).

Orsolya Kalász, geb. 1964 in Dunaújváros, ist heute eine der zentralen Vermittlerinnen zwischen der ungarischen und deutschen Kultur. In den 1970er Jahren wuchs sie in eine ungarisch-deutsche Zweisprachigkeit hinein. 1980-85 studierte sie Germanistik, Ungarische Literatur und Sprachwissenschaft an der Universität Eötvös Loránd in Budapest. Seit 1984 arbeitet sie als Autorin und Übersetzerin. Mit Babymonster und die Gärtner legt sie 1997 ihren ersten Gedichtband vor, für Das Eine erhielt sie 2017 den Peter-Huchel-Preis. Der Journalist und Sprachwissenschaftler

Árpád Hudy, 1955 in Arad (Rumänien) geboren, war zunächst in Ungarn Mitarbeiter u.a. des Klauseburgener Rundfunks, der ungarischen Sendung des Rumänischen Fernsehens u.a.. 1986 übersiedelte er nach Deutschland, 1988-1993 bei der ungarischen Sendung des Radio Free Europe beschäftigt. 2000-2004 Korrespondent aus Deutschland des Arader Tagesblatts Nyugati Jelen, seit 2001 Redakteur von dessen literarischem Beiblatt Irodalmi Jelen, in dem er zudem mit maßgeblichen Beiträgen vertreten ist.