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Oweh wohin entschwanden alle meine Jahre! /
War mein Leben ein Traum, oder ist es Wirklichkeit?

(Walther von der Vogelweide)

Zur Geschichte des Lyrik Kabinetts

1989:
Die gelernte Kauffrau Ursula Haeusgen gründet das Lyrik Kabinett als Buchhandlung und eröffnet im April mit einer Lesung von Wolfdietrich Schnurre. Das Geschäft liegt in der Herzog-Rudolf-Straße 6 in der Münchner Innenstadt. Das Sortiment konzentriert sich ganz auf Lyrik und hochwertige Künstlerbücher. Der Antrieb: In Buchläden hatte Ursula Haeusgen Gedichte immer nur in der hintersten Ecke und in kleiner Auswahl gefunden. Mit einer Buchhandlung nur für Poesie wollte sie dagegen ein Zeichen setzen. Es finden regelmäßig Lesungen statt. 

1991:
Umzug in die Maximilianstraße Nr. 38. Die Lesungen werden dort und – in Kooperationen mit anderen Münchner Kulturinstitutionen – an diversen anderen Veranstaltungsorten abgehalten.

1994:
Die Buchhandlung schließt. Gründung der Lesegesellschaft „Lyrik Kabinett“ als gemeinnütziger Verein, der die Lesungen fortsetzt und dem Ursula Haeusgen den Bestand der Buchhandlung als Grundstock für eine Lyrik-Bibliothek schenkt, die sie aus eigenen Mitteln kontinuierlich weiter ausbaut. Der Verein besteht bis heute als Freundeskreis der Stiftung Lyrik Kabinett e.V.

1997-2004:
Die Lyrik-Bibliothek ist in den Räumen des Instituts für Komparatistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in der Schellingstraße 3 untergebracht. Ermöglicht wird dies durch den Institutsvorstand Hendrik Birus. Auch die meisten Lesungen finden nun hier statt.

2003:
Ursula Haeusgen errichtet die öffentliche, gemeinnützige „Stiftung Lyrik Kabinett“ als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Zweck der Stiftung ist laut Satzung die Förderung „der Kenntnis und des Verständnissen von Lyrik in der Gesellschaft“, insbesondere durch den Erhalt und Ausbau der Bibliothek, die Ausrichtung von Veranstaltungen, die Herausgabe von Publikationen sowie sonstige Fördermaßnahmen.

2005:
Auf einem von der Ludwig-Maximilians-Universität zur Pacht für 66 Jahre überlassenen Grundstück in der Amalienstraße 83 errichtet die Stiftung einen Neubau, der im März bezogen wird.

2010:
Ursula Haeusgen zieht sich aus der operativen Leitung des Lyrik Kabinetts zurück, bleibt dabei Vorsitzende des Stiftungsvorstandes. Geschäftsführerin wird im Dezember 2010 Maria Gazzetti. Seit Januar 2014 ist Holger Pils Geschäftsführer der Stiftung Lyrik Kabinett.

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