Der Flügelflagel gaustert /
durchs Wiruwaruwolz, /
die rote Fingur plaustert, /
und grausig gutzt der Golz.
Willy Knobloch. Versensporn - Heft für lyrische Reize. Herausgegeben von Tom Riebe . Auflage 120 Ex.
Verlag
Poesie schmeckt gut, Jena 2024 (1. Aufl.)
Bibliographie
Knobloch, Willy
Willy Knobloch. Versensporn - Heft für lyrische Reize. Herausgegeben von Tom Riebe . Auflage 120 Ex.
Poesie schmeckt gut e.V., Jena 2024 (1. Aufl.)
Reihe: Versensporn 56
Größe: 8°
Seitenzahl: 32 S.
Einband: Klammerheftung
Vorl. Spr. Orig.: Deutsch
Herausgeber: Riebe, Tom
Ill./Künstler: Pritzel, Lotte
Monographie
Gedichte/Prosagedichte
Heft
Willy Knobloch (1898-1927)
Geboren am 2. Februar 1898 in Hamburg. Über Kindheit, Ausbildung und eventuellen Kriegsdienst ist bislang nichts bekannt. Ab April 1919 Dichtungen in der Zeitschrift Der Sturm, dann auch in Menschen bzw. Kräfte. Seit Herbst 1919 in Berlin
ausschweifender Lebenswandel. Im Sommer 1920 unter dem Pseudonym Sebastian Droste erstmals Auftritt als Tänzer. Mitglied des Nackttanz-Balletts Celly de Rheidt, Begegnung mit Anita Berber. Ab 1922 Zusammenarbeit mit Berber
Entwicklung der Tänze des Lasters, des Grauens und der Ekstase, mit denen sie am 14. November im Großen Konzerthaus-Saal in Wien auftreten
beide als Figuren der Halbwelt von Prostitution und Hochstapelei skandalisiert. Am 5. Januar 1923 Verhaftung Drostes und "Abschaffung" nach Ungarn. Auftritte in Budapest, Tournee durch Italien und Jugoslawien. Evtl. Eheschließung mit Berber, die aber ungewiß ist. Ab September wieder in Berlin. Ende des Jahres soll sich Droste mit den Juwelen und Pelzen der Berber abgesetzt haben. Am 13. Mai 1924 Einschiffung nach New York, wo er am 23. Mai anlangt. Als falscher "Baron" und als exotische Manifestation der alten Welt sofort in den angesagten Kreisen präsent. Gründung der "International Association Against the Tyranny of Parents". Erfolgloser Versuch der Wiederbelebung seiner Tanzkarriere. 1925 Anschluß an einen von Pierre Bernard begründeten tantrischen Orden. Gescheiterte Idee eines Filmprojektes The Way. Schreibt für deutsche Zeitungen wie Die Dame, Das Magazin und B. Z. am Mittag. Schwer an Tuberkulose erkrankt, kehrt er 1927 nach Hamburg zurück, wo er am 27. Juni stirbt.
Das neue VERSENSPORN-Heft bietet mit insgesamt 45 Gedichten einen Querschnitt durch das lyrische Schaffen von Willy Knobloch.
ArtikelnummerL 3810