Der Flügelflagel gaustert /
durchs Wiruwaruwolz, /
die rote Fingur plaustert, /
und grausig gutzt der Golz.
Zwischenwelt. Zeitschrift für Literatur / Widerstand / Exil. Erscheint vierteljährlich. Redaktionelle Betreuung: Astrid Nischkauer
Verlag
Theodor Kramer Ges., Wien 2025
Bibliographie
Zwischenwelt. 2025, Nr. 1-3
Zwischenwelt. Zeitschrift für Literatur / Widerstand / Exil. Erscheint vierteljährlich. Redaktionelle Betreuung: Astrid Nischkauer
Theodor Kramer Ges., Wien 2025
Reihe: Zwischenwelt 2025
Größe: 4°
Seitenzahl: je 66 S.
Einband: Klammerheftung
Vorl. Spr. Orig.: Deutsch
Herausgeber: Theodor Kramer Gesellschaft
Anthologie
Sekundärliteratur
Zeitschrift
- Heft Nr. 1, Februar 2025, 66 S.
Inhalt:
Vorbemerkung zum Inhalt S. 5
Yuliia Iliukha, Aus dem Zyklus "Lehrstunden der Liebe und des Hasses". Gedichte 6
Julia Stachiwska, Flimmern. Gedichte 7
Florian Müller, Martin Pollack (1944-2025) 9
Gerhard Ruiss, Gerhard Jaschke (1949-2025) 11
Hellmut Butterweck, 1945. Befreit. Aber nicht vom Antisemitismus. 12
Hellmut Butterweck, Auschwitz: Immer wieder neue Lehren 13
Vladimir Vertlib, Mit Trump und Kickl gegen die Ukraine 14
Richard Schuberth, Nix Klein-Klein, sondern große Schrauben! 17
Martin Krist, „Wir haben nun auch einen Turm mit drei Glocken“ – wie aus einer Synagoge eine Kirche wurde S.18
Bruno Schernhammer, Auf der Suche nach Franz aus der Fischböckau. Teil 2 20
Bruno Schernhammer, Der wehmütige Blick des Knechts. Vom Totschweigen eines Freskos 27
Alexander Emanuely, Flucht in die Republik. Einige österreichische „Forty-Eighters“ in den USA 34
Neue Texte 39
Nathalie Rouanet, Ironie des Schicksals 39
Ju Ci, Ohne Titel. Gedichte 40
Qizi, ganz ganz leise. Gedichte 40
Martin Winter, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Gedichte 41
Gerhard Ruiss, Weltlagengedichte 42
Lorena Pircher, in der stille des nachmittags. Gedichte 43
Franz Gatterer, von den Bäumen. Gedicht 43
Amos Rüf, der ruhelose traum. Gedichte 44
Angelika Stumvoll, die sagbarkeit. Gedichte 44
Nikolaus Scheibner, andernorts. Gedichte 45
Patricia Mathes, wie liest du dich. Gedichte 46
Andreas Pavlic, Die Kraft der Poesie. Gedicht 47
Rezensionen, 48
Annemarie Türk, Zeugnisse inhaftierter Frauen in Belarus (C. Dvorák) 48
Herbert Maurer, Kaukasische Kreise (Planet Armenien) 49
Nathalie Rouanet, Luz, Zwei weibliche Halbakte 50
Hedwig Wingler, Todesurteile. Vergessene Verbrechen der NSJustiz in der Steiermark (H. Halbrainer) 51
Bernhard Kuschey, Der religiöse Sozialist Otto Bauer (J. Giefing, W. Palaver u. C. Zehetner) 52
Bernhard Kuschey, Der Zusammenbruch von Hilde Krones (G. Spitaler) 54
Evelyn Adunka, Wege der Flucht nach Großbritannien mithilfe des Guardian (J. Borger) 55
Evelyn Adunka, Paul and Paula (T. McNamara) 56
Evelyn Adunka, Briefwechsel Max Reinhardt – Helene Thimig 56
Evelyn Adunka, Eine Quellenedition zur NS-Zeit in Österreich (D. J. Hecht, E. Lappin-Eppel) 57
Evelyn Adunka, Porträts jüdischer Persönlichkeiten (W. Sagal) 57
Astrid Nischkauer, Spuren lesen und Fährten legen (A. Benning) 58
Astrid Nischkauer, Das Amadoka-Epos von Sofia Andruchowytsch. Ein Jahrhundert ukrainischer Geschichte 59
Astrid Nischkauer, Morgenrot in verminten Mohnfeldern. Den Krieg übersetzen (C. Dathe, T.Rodionova u. A. Trautsch 61
Aftab Husain, Stiller Sand von Mehrzad Hamzelo Unterhaltungen in Stille von Sarita Jenamani 62
Richtigstellungen / Buchzugänge 65
- Heft 2, 2025, Juni
Inhalt
Martin Krist, Vorbemerkungen zum Inhalt: 80 Jahre Kriegsende, 80 Jahre Ende des Nationalsozialismus 4
Herbert Kuhner, Smoke and Fire. Gedichte 5
Hellmut Butterweck, Fragezeichen. Gedichte 8
Gösta Durchham, Ich hasse nicht. Gedichte 10
Peter Paul Wiplinger, Abgeholt 11
Peter Paul Wiplinger, Gefangenenmarsch 12
Peter Paul Wiplinger, Die Hitlerbilder 13
Doris Brehm, Vor den Schergen der Gestapo untergetaucht. 13
Helmut G. Asper, Vor 80 Jahren: Premiere des Flüchtlingsfilms Die letzte Chance von Leopold Lindtberg 14
Bruno Schernhammer, Ein mysteriöser Eintrag im Taufbuch und das Kürzel „Zgl.“ im Meldebuch. Spuren einer Auslöschung 17
Bernhard Kuschey Hinschaun! Poglejmo. Kärnten und der Nationalsozialismus 24
Hellmut Butterweck, Ende mit Schrecken am Semmering 27
Hellmut Butterweck, Justitias Waage war schlecht geeicht 28
Florine Miez und Anna Wolfinger im Interview mit Marianne Windsperger "Ich will sprechen über die Wahrheit, die dort war." Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963-1965. 29
Evelyn Adunka, Elisabeth Freundlichs Artikel in der „Gemeinde“ 33
Richard Schuberth, Antisemitisches Karussell 36
Olga Grjasnowa im Gespräch mit Vladimir Vertlib "Fragen der Identität, interessieren mich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht" 37
Annemarie Türk, Im Flug der Zeit. Junge ukrainische Dichterinnen über den Krieg. 40
Akim Galimov, Wie wollte die Krim den Fängen Russlands entkommen? Echte Geschichte 41
Neue Texte 45
Bruno Schwebel, Ein neues Fernglas. Erzählung 45
Iryna Sazhynska, Das Leben, der Krieg und die Pfingstrose 46
Nathalie Rouanet, "Ein Grab in den Lüften". Gedicht 47
Gerhard Ruiss, Weltlagengedichte 48
Stella Nyanzi, Krank vor Heimweh. Gedichte 49
Chun Sue, Wilde Blüten. Gedicht 50
Xiao Xiao, Auf den Ruinen. Gedicht 50
Qizi, Zigaretten kaufen. Gedichte 51
Hedwig Wingler, Abendschatten. Gedicht 51
Mehrzad Hamzelo, keine traut sich. Gedicht 51
Amos Rüf, so wie die ameise sich weigerte. Gedichte 52
Sabine Dengscherz, Travesía al dente 52
Waltraud Haas, auf des messers schneide. Gedichte 53
Rezensionen 55
Constantin Schwab, Keiner wird um etwas bitten (S. Zhadan) 55
Nathalie Rouanet, Die Kinder der Résistance 55
Heimo Gruber, Das jüdische Favoriten (R. Contreras) 56
Hedwig Wingler, Blaupause (H. Eichholzer) 58
Hedwig Wingler, Nie mehr still (S. Pioro) 58
Hazel Rosenstrauch, Keine wahre Geschichte (A. Frank) 60
Peter Paul Wiplinger, Kindheitserinnerungen (V. Wlasaty) 61
Bernhard Kuschey, Heinz Steinert 63
Astrid Nischkauer, Leih mir dein Ohr (R. Welsh) 64
Astrid Nischkauer, Essays wider Zeitgeist und Judenhass (K.-M. Gauß) 64
Astrid Nischkauer, Juden sind auch nicht anders (V. Vertlib) 66
Titelblatt: ©Bruno Schwebel 1996, Tepoztlán, Öl auf Leinwand, 120x100 cm
- Heft 3, Oktober 2025
Arben Idrizi „Komm her, Nermin“. Gedicht 2
Martin Krist Vorbemerkungen zum Inhalt 4
Alexia Weiss Lost cause 5
Hellmut Butterweck Einspruch gegen Freispruch 8
Hellmut Butterweck 80 Jahre nach Österreichs ersten Todesurteilen gegen NS-Täter 10
Victoria Amelina Blick auf Frauen den Krieg im Blick 10
Olha Volynska Kunst in Zeiten des Krieges 12
Florian Müller Die Geschichte eines Kindes. Angelica Bäumer (1932–2025) 14
Walter Thaler Gedenkrede zu den „Goldegger Erinnerungstagen“ 15
Martin Krist Drei Gedächtniszeichen – und keine Gedächtniszeichen 18
Bernhard Wenzl Ethnographische Imagologie in Die Eingeborenen von Maria Blut 20
Elisabeth Fritsch Matriarchat 22
Eva Schörkhuber Breschen im Gewebe der ‚großen‘ Geschichte 23
Peter Paul Wiplinger Das Loisei 25
Nathalie Rouanet Das bloße Anschauen des geliebten Objekts 26
Denial Bahtijaragic Am Roten Berg 27
Boško Tomaševic Die Zeit, die bleibt. Gedicht 30
Robert Streibel Vielleicht Hoffnung. Gedichte 30
Jelena Semjonowa-Herzog Kieselsteine. Gedichte 31
Harald Maria Höfinger anrüchiges gedenken. Gedichte 31
Die Kinder des Musa Dagh. Schreiben über Aghet und Armenien 32
Peter Roessler Die Kinder des Musa Dagh. Eine Vorbemerkung 32
Peter Stephan Jungk Franz Werfels Die vierzig Tage des Musa Dagh 34
Julia Danielczyk Franz Werfel. Dichter der Verfolgten und verfolgter Dichter 39
Barbara Denscher, Aram Mirzoyan Die Rezeption von Franz Werfels Die vierzig Tage des Musa Dagh in Armenien 42
Ferdinand Bruckner Die Kinder des Musa Dagh. Schauspiel in zwei Teilen (Auszug) 45
Peter Roessler Drama und Widerstand. Ferdinand Bruckners Schauspiel Die Kinder des Musa Dagh 46
Helene Maimann Missak Manouchian, genannt le Poète 50
Anselm Meyer Wassili Grossmans Reise nach Armenien 52
Herbert Maurer Ursprung der Dichtung. Gregor von Nareg 54
Herbert Maurer PAR oder PAR? Jerishe Tscharents 54
Hrant Matevossian Metstamor 56
Herbert Maurer Literatur in der Kälte … Mit Gedichten von Arpi Voskanian 56
Herbert Maurer Kaukasische Metapolitik 58
Arpi Voskanian Liebes Armenien … Gedicht 60
Rezensionen 61
Constantin Schwab Die Abenteuer von MacLayston, Harry Rupert und anderen (M. Johansen) 61
Robert Streibel Der Antisemitismus der Stunde Null. (H. Butterweck) 62
Anna Benedek Doris Brehm – Eine Frau von morgen … 63
Barbara Zeizinger Wir wollten ja nicht uns retten, sondern die ganze Welt (N. Klawitter) 64
Nathalie Rouanet Von Bloodlands, Holodomor und queerer Identität (K. Bryla) 64
Nathalie Rouanet Es war so, es war anders (B. Weinhals) 65
Evelyn Adunka Ein Buch über die Geschwister Olden (Th. Poeschel) 66
Titelbild: Arshile Gorky: The Artist and His Mother. Öl auf Leinwand, 152,4x127,6 cm, 1926–1936. Whitney Museum of American Art, New York
gift of Julien Levy for Maro and Natasha Gorky in memory of their father. (https://commons.wikimedia.org/)
Arshile Gorky kam am 15. April 1904 als Vostanik Manoug Adoian in einem Dorf in der Provinz Van im Osmanischen Reich zur Welt. 1915 konnte er mit seiner Mutter nach Jerewan flüchten, wo diese an Hunger verstarb. 1920 wanderte er mit seinem Vater in die USA aus. Er lebte in New York, studierete Malerei und unterrichtete bald selbst an Kunstschulen. Wichtige Galerist:innen in NYC, wie Julien Levy, stellten seine Bilder aus und bedeutende Sammlungen und Museen erwarben sie. Zu seinem Freundeskreis zählten Friedrich Kiesler und Willem de Kooning. Er wandte sich dem Surrealismus zu und freundete sich 1942 mit Roberto Matta und André Breton an, der vor den Nazis nach New York geflüchtet war. Nachdem sein Atelier mit seinen Bildern und seiner Bibliothek durch ein Feuer zerstört wurden, er einen Krebs diagnostiziert bekam und seine Ehe in die Brüche ging, nahm sich Arshile Gorky am 21. Juli 1948 das Leben.
Arshile Gorky war durch den überlebt habenden Völkermord und den tragische Tod der Mutter schwer traumatisiert. Er arbeitete zehn Jahre an dem Bild "The Artist and His Mother", dem eine ins Exil gerettete Fotografie aus dem Jahr 1912 als Vorlage gedient hat. 2002 realisierte der Regisseur Atom Egoyan den Film "Ararat", mit, in einer der Hauptrollen, Charles Aznavour. In dem Film spielt die Entstehungsgeschichte des Bildes eine zentrale Rolle. (Alexander Emanuely)
Artikelnummer1606 4321-42. Jg.