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Langsamer träumen! denke ich und sehe /
mich nach Deckung um

(Harald Hartung)

Tadeusz Dąbrowski

Die Bäume spielen Wald

Was ist die Gegenwartslyrik? Tadeusz Dabrowski vergleicht sie mit einer Fledermaus, die in Dachkammern wohnt, am Tag schläft und in der Nacht jagt. "Früher glaubte man, sie nähre / sich von Menschenblut, aber sie / ist mit einer Fliege zufrieden, / mit einem Maikäfer oder Falter." Die Dichtung muss sich in der Gegenwart also ihre Existenz und ihr Geheimnis selber erarbeiten. Die Art und Weise, wie Dabrowski das tut, ist wunderbar: witzig und klug, ironisch, philosophisch und immer überraschend betrachtet der junge Lyriker aus Polen die Welt. Und die Welt entdeckt diesen Dichter in der Übersetzung von Renate Schmidgall als einen ihr angemessenen Porträtisten.

Tadeusz Dabrowski, 1979 geboren, lebt als Lyriker, Essayist, Kritiker und Redakteur der Literaturzeitschrift Topos in Gdansk. 2010 erschien der zweisprachige Gedichtband "Schwarzes Quadrat auf schwarzem Grund". 2006 erhielt der den Preis der Polnischen Kulturstiftung, 2008 den Hubert-Burda-Preis, 2009 den Koscielski-preis und 2014 den Literaturpreis der Hauptstadt Warschau.

Renate Schmidgall, 1955 geboren, studierte Slawistik und Germanistik an der Universität Heidelberg. Für ihre Übersetzungen erhielt sie u.a. 2001 den Jane-Scatchert-Preis der Ledig-Rowohlt-Stiftung und 2009 den Karl-Dedecius-Preis.


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Edition Lyrik Kabinett bei Hanser

In dieser Reihe erscheinen seit 2006 zwei bis vier Lyrik-Bände pro Jahr, viele von ihnen zweisprachig. Herausgeber der Reihe sind Ursula Haeusgen, Michael Krüger, Wolfgang Matz und Raoul Schrott.

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publikation_77

Tadeusz Dąbrowski

Die Bäume spielen Wald

96 Seiten
Gedichte
übersetzt von Renate Schmidgall

Edition Lyrik Kabinett bei Hanser,
Juli 2014

ISBN 978-3-446-24664-5, 15,90 €

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