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Langsamer träumen! denke ich und sehe /
mich nach Deckung um

(Harald Hartung)

Daniela Strigl

Sinn und Sinnlichkeit
Lesen, verstehen, schwelgen  

Daniela Strigl, geboren 1964, ist Literaturkritikerin und -wissenschaftlerin. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Österreichischen Staatspreis für Literaturkritik (2001), dem Alfred-Kerr-Preis (2013) und demJohann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik (2019). Zuletzt erschienen sind ihre Grazer Poetikvorlesung ›Alles muss man selber machen. Biographie, Kritik, Essay‹, die ›Ausgewählten Werke‹ Peter Roseggers (beide 2018) und ›Gedankenspiele über die Faulheit‹ (2021).

Woher – so fragt Daniela Strigl in ihrer Münchner Rede zur Poesie – woher kommt die Furcht der Menschen vor dem
Gedicht? Es liegt daran, dass viele sich der Poesie »wie einer Prüfung« unterziehen: »Sie unterwerfen sich dem Diktat des Sinns, den es zu entschlüsseln gelte. Das Verstehen wird zur Leserpflicht.« Dass man Gedichte jedoch auch anders lesen kann, indem man ihren Sinnbewegungen aufmerksam folgt, ohne sich dabei aber ihrer Sinnlichkeit zu verschließen, führt Strigl beispielhaft anhand von genauen Lektüren einer Reihe von Gedichten des 20. und 21. Jahrhunderts vor. Im Zentrum steht dabei die »rasende Sprache« Friederike Mayröckers.


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Münchner Reden zur Poesie

Die Reihe widmet sich poetologischen Fragen und dokumentiert zugleich die Bedeutung, die der Dichtung in verschiedenen Bereichen der Gegenwartskultur zukommt. Die Reden werden ein- bis zweimal jährlich gehalten. Sie wurden begründet von Ursula Haeusgen und Frieder von Ammon und werden herausgegeben von Holger Pils und Frieder von Ammon.

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Daniela Strigl

Sinn und Sinnlichkeit
Lesen, verstehen, schwelgen

 


Münchner Reden zur Poesie
31 S., Broschur
Lektorat Lisa Jeschke
Buchgestaltung und Typographie von Friedrich Pfäfflin (Marbach)

Herausgegeben von Holger Pils und Frieder von Ammon

Lyrik Kabinett,
Juli 2021

ISBN 978-3-938776-56-8, 12,00 € In den Warenkorb