Der Flügelflagel gaustert /
durchs Wiruwaruwolz, /
die rote Fingur plaustert, /
und grausig gutzt der Golz.
Schreiben kann lebensbedrohlich sein. Der Abend führt Stimmen zusammen, für die Schreiben unmittelbar mit existenziellen Freiheitsfragen verbunden war oder ist: Was bedeutet es, wenn Worte gefährlich werden? Wie verändert Haft das Denken, die Sprache, die Erinnerung? Und wie lässt sich im Exil eine neue Öffentlichkeit finden? Yirgalem Fisseha Mebrahtu aus Eritrea, dort als Stimme der Opposition interniert, seit 2018 im Exil in Deutschland, Yassin al-Haj Saleh, syrischer Autor und Dissident, seit 2027 in Berlin, und die türkisch-kurdische Autorin Meral Şimşek, 2022 vom PEN unmittelbar vor ihrer Verurteilung in der Türkei nach Deutschland geholt, stehen exemplarisch für Literatur als Zeugnis, als Widerstand und als Form der Sebststbehauptung. Moderiert wird das Gespräch von der Autorin und Journalistin Elke Schmitter und ergänzt durch Songs of Freedom von Meral Şimşek, die sie eigens für das Literaturfest 2026 Songs komponiert hat und zwei Musikerinnen zur Aufführung bringt.
Fotos unten: Yassin al-Haj Saleh © Hussam al-Hamalawi
Meral Şimşek © Dirk Skiba
Stimmen der Freiheit
Yirgalem Fisseha Mebrahtu
Yassin al-Haj Saleh
und Meral Şimşek
mit ihrer zweiköpfigen Band
Moderation:
Elke Schmitter
Lyrik Kabinett
Amalienstraße 83a
(U3/U6 Haltestelle Universität)
Eintritt: € 16 / € 10
Restkarten ggf. an der Abendkasse
Karten unter
www.literaturfest-muenchen.de
Mitglieder unseres Freundeskreises:
ermäßigter Eintritt
(Anmeldung unter info@litmuc.de)