Der Flügelflagel gaustert /
durchs Wiruwaruwolz, /
die rote Fingur plaustert, /
und grausig gutzt der Golz.
Verse können regelrechte Ohrwürmer sein, zählebig und aufdringlich. Und sobald man beginnt, über ein Gedicht zu reden, obendrein mehrstimmig, stellt man fest, dass auch ein langes Gespräch kaum hinreicht, ein kurzes Gedicht erschöpfend zu ‚klären‘. Dieser lustvollen Herausforderung stellt sich das Lyrische Quartett, das nach einem Besuch auf der Schillerhöhe in Marbach im Sommer wieder in München gastiert – diesmal verstärkt von Beate Tröger, die im letzten Jahr mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet wurde. In ihrer Dankesrede unterstreicht sie, dass „die Sprache leibhaftig werden, magisch sein, das Vertraute produktiv fremd werden lassen, Zeitgrenzen überwinden kann“. Beate Tröger ist freiberufliche Kritikerin und Autorin u.a. für Deutschlandfunk, SWR, WDR, FAZ und Der Freitag und Mitglied zahlreicher Jurys. Sie versieht immer wieder Lehraufträge für Literaturkritik; zum Quartett kommt sie nach Monaten auf dem Lehrstuhl für Literaturkritik an der Washington University in St. Louis.
Das Lyrische Quartett –
Gedichte im Gespräch
Mit Maren Jäger
(Moderation)
Daniela Strigl,
Frieder von Ammon
und
Beate Tröger
(Gast)
Die Gedichte
rezitiert:
Birgitta Assheuer
Lyrik Kabinett
Amalienstr. 83a - 80799 München
(U3/U6: Haltestelle Universität)
Eintritt: € 10 / € 7;
Mitglieder unseres Freundeskreises: freier Eintritt
Abendkasse, freie Platzwahl