Der Flügelflagel gaustert /
durchs Wiruwaruwolz, /
die rote Fingur plaustert, /
und grausig gutzt der Golz.
So hingebungs- und liebevoll und zugleich so unerbittlich detailachtsam wird auf der Bühne kaum je gelesen wie im Lyrischen Quartett, das sich im Oktober erneut in München trifft. Den Zunder für die Diskussion geben wieder vier aufregende neue Gedichtbände. Als Gast steuert der bereits mit vielen Preisen bedachte Erzähler, Lyriker und Essayist Ozan Zakariya Keskinkılıç seine Perspektiven bei. 2022 erschien sein Lyrikdebüt Prinzenbad im Elif Verlag, 2025 sein Debütroman Hundesohn bei Suhrkamp. Sein jüngster Gedichtband ist für Ende Oktober im Elif Verlag angekündigt: binde mich odysseus gleich an die ubahnstange. In seinen Gedichten zeichnet er eine hybride, intime Landschaft, in der queeres Begehren und sakrale Bildsprache ineinanderfließen.
Deutschlandfunk Kultur sendet die Aufzeichnung der Veranstaltung am
Sonntag, den 18. Oktober 2026, um 22.05 Uhr.
In einer Zeit, in der das Wort Literatur in der Öffentlichkeit oft als Synonym für Roman gebraucht wird, ist es wichtig, die Stimmenvielfalt der gegenwärtigen deutschen Poesie ins öffentliche Gespräch zu bringen.
Heinrich Detering zur Idee des Lyrischen Quartetts
Das Lyrische Quartett –
Gedichte im Gespräch
Mit Maren Jäger
(Moderation),
Daniela Strigl
(Lyrik Kabinett),
Jan Bürger
(DLA)
und
Ozan Zakariya Keskinkılıç
(Gast)
Die Gedichte
rezitiert:
Birgitta Assheuer
Lyrik-Bibliothek
Amalienstr. 83a
80799 München
(U3/U6: Haltestelle Universität)
Eintritt: € 10 / € 7;
Mitglieder: freier Eintritt
Abendkasse, freie Platzwahl