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für die Tapferkeit vor dem Freund, /
für den Verrat unwürdiger Geheimnisse /
und die Nichtachtung /
jeglichen Befehls.

(Ingeborg Bachmann)

Durs Grünbein

Gast am 18.7.2017

Durs Grünbein, geb. 1962 in Dresden im Stadtteil Hellerau, studierte zunächst Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Danach arbeitete er als freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitschriften. Nach der Wende 1989 unternahm er Reisen durch Europa, nach Südostasien und in die Vereinigten Staaten. Sein bereits umfangreiches Werk umfasst Lyrik, Essayistik, Reden, Übersetzungen, Libretti und Hörspiele. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Freien Akademie der Künste in Hamburg, der Freien Akademie der Künste zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste.

Werke:

  • Grauzone morgens. Gedichte Suhrkamp Verlag 1988.
  • Schädelbasislektion. Gedichte. Suhrkamp 1991.
  • Falten und Fallen. Gedichte. Suhrkamp 1994.
  • Den Teuren Toten. 33 Epitaphe. Suhrkamp 1994.
  • Von der üblen Seite. Gedichte. Suhrkamp 1994.
  • Die Schweizer Korrektur. (Zusammen mit Brigitte Oleschinski und Peter Waterhouse). Essays. Urs Engeler 1995.
  • Den Körper zerbrechen. Rede zur Entgegennahme des Georg-Büchner-Preises. Suhrkamp 1995.
  • Galilei vermißt Dantes Hölle und bleibt an den Maßen hängen. Aufsätze 1989–1995. Suhrkamp 1996.
  • Nach den Satiren. Gedichte Suhrkamp 1999.
  • Gehirn und Denken. Kosmos im Kopf. Hatje Cantz Verlag 2000.
  • Reise, Toter. Hörspiel mit Ulrike Haage. Sans Soleil 2001.
  • Das erste Jahr. Berliner Aufzeichnungen. Suhrkamp 2001.
  • Erklärte Nacht. Gedichte. Suhrkamp 2002.
  • Una Storia Vera. Ein Kinderalbum in Versen. Insel 2002.
  • Warum schriftlos leben. Aufsätze. Suhrkamp 2003.
  • Vom Schnee oder Descartes in Deutschland. Suhrkamp 2003.
  • An Seneca. Postskriptum. Suhrkamp 2004.
  • Von ganzem Herzen. Nicolai 2004.
  • Berenice. Libretto nach Edgar Allan Poe für eine Oper von Johannes Maria Staud. Suhrkamp 2004.
  • Antike Dispositionen. Aufsätze. Suhrkamp 2005.
  • Porzellan. Poem vom Untergang meiner Stadt. Suhrkamp 2005.
  • Der Misanthrop auf Capri. Historien und Gedichte. Suhrkamp 2005.
  • Strophen für übermorgen. Gedichte. Suhrkamp 2007.
  • Liebesgedichte. Insel 2008.
  • Der cartesische Taucher. Drei Meditationen. Suhrkamp 2008.
  • Lob des Taifuns. Reisetagebücher in Haikus. Insel 2008.
  • Die Bars von Atlantis. Eine Erkundigung in vierzehn Tauchgängen. Suhrkamp 2009.
  • Vom Stellenwert der Worte. Frankfurter Poetikvorlesung 2009. Suhrkamp 2010.
  • Aroma. Ein römisches Zeichenbuch. Suhrkamp Verlag, Berlin 2010.
  • Koloß im Nebel. Gedichte. Suhrkamp Verlag, Berlin 2012.
  • (mit Aris Fioretos:) Avtalad tid: samtal. schwedisch/deutsch. ersatz, Stockholm 2012.
  • Cyrano oder Die Rückkehr vom Mond. Gedichte. Suhrkamp Verlag, Berlin 2014.
  • Die Jahre im Zoo. Ein Kaleidoskop. Suhrkamp Verlag, Berlin 2015.

Übersetzungen:

  • Aischylos: Die Perser. Suhrkamp Verlag, 2001.
  • Seneca: Thyestes. Insel Verlag.
  • Aischylos: Sieben gegen Theben. Suhrkamp 2003.

Auszeichnungen:

  • 1992: Marburger Literaturpreis
  • 1993: Nicolas-Born-Preis für Lyrik
  • 1995: Peter-Huchel-Preis
  • 1995: Georg-Büchner-Preis
  • 2001: Spycher: Literaturpreis Leuk
  • 2004: Friedrich-Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt
  • 2005: Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg
  • 2006: Berliner Literaturpreis
  • 2008: Pour le mérite für Wissenschaft und Künste
  • 2009/2010: Frankfurter Poetik-Dozentur
  • 2009: Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland
  • 2009: Samuel-Bogumil-Linde-Preis
  • 2009: Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo
  • 2012: Tomas-Tranströmer-Preis der schwedischen Stadt Västerås
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Durs Grünbein (c) Tineke de Lange / Suhrkamp Verlag