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für die Tapferkeit vor dem Freund, /
für den Verrat unwürdiger Geheimnisse /
und die Nichtachtung /
jeglichen Befehls.

(Ingeborg Bachmann)

Ilma Rakusa

Gast am 17.7.2018

Ilma Rakusa wurde 1946 als Tochter eines Slowenen und einer Ungarin im slowakischen Rimavská Sobota geboren. Ihre frühe Kindheit verbrachte sie in Budapest, Ljubljana und Triest. 1951 übersiedelte sie mit den Eltern nach Zürich. Von 1965 bis 1971 studierte sie Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St.Petersburg. Ihre Dissertation Studien zum Motiv der Einsamkeit in der russischen Literatur erschien 1973. 1977 erschien ihr Lyrik-Debut, ebenfalls seit 1977 ist sie als Dozentin am Slawischen Institut der Universität Zürich tätig. Freiberuflich arbeitet sie als Publizistin, Autorin und Übersetzerin nicht nur aus dem Russischen, Serbokroatischen, Ungarischen sowie Französischen ins Deutsche. 2008 gab Rasuka zusammen mit Ursula Keller eine Sammlung von 33 Essays mit dem Titel Europa schreibt. Was ist das Europäische an den Literaturen Europas? heraus. Auch als Publizistin - etwa für die NZZ und Die Zeit - setzt sie sich für die Vermittlung osteuropäischer Literaturen ein.

Auf ihr literarisches Debüt 1977 folgten zahlreiche weitere Bände: Gedichte, Erzählungen und Poetikvorlesungen, Autobiographisches und wissenschaftliche Publikationen. 

Auszeichnungen (Auswahl):

Werke (Auswahl):

  • Studien zum Motiv der Einsamkeit in der russischen Literatur. Dissertation. Herbert Lang, Bern 1973.
  • Wie Winter. Gedichte, Howeg, Zürich 1977.
  • Miramar. Erzählungen. Suhrkamp, Frankfurt 1986.
  • Leben. 15 Akronyme. Howeg, Zürich 1990.
  • Steppe. Erzählungen. Suhrkamp, Frankfurt 1990.
  • mit Regine Walter: Les mots, morts. Gedichte. Howeg, Zürich 1992.
  • Jim. Sieben Dramolette. Suhrkamp, Frankfurt 1993.
  • Farbband und Randfigur. Vorlesungen zur Poetik. Droschl, Graz 1994.
  • Ein Strich durch alles. 90 Neunzeiler. Suhrkamp, Frankfurt 1997
  • Love after love. Acht Abgesänge. Suhrkamp, Frankfurt 2001.
  • Von Ketzern und Klassikern. Streifzüge durch die russische Literatur. Suhrkamp, Frankfurt 2003.
  • Langsamer! 3. Auflage. Droschl, Graz 2006.
  • Stille. Zeit. Essays. Tartin Editionen, Salzburg 2005.
  • Durch Schnee. Erzählungen und Prosaminiaturen, Suhrkamp, Frankfurt 2006.
  • Zur Sprache gehen (Dresdner Chamisso-Poetikvorlesungen 2005). Thelem Universitätsverlag, Dresden 2006.
  • Garten, Züge. Eine Erzählung und 10 Gedichte. Edition Thanhäuser, Ottensheim 2006.
  • Mehr Meer. Erinnerungspassagen. Droschl, Graz 2009. Diese Erinnerungen Rakusas wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. 
  • Aufgerissene Blicke. Berlin-Journal. Droschl, Graz 2013.
  • Einsamkeit mit rollendem „r“. Erzählungen. Droschl, Graz 2014.
  • Autobiographisches Schreiben als Bildungsroman. Stefan Zweig Poetikvorlesung. Sonderzahl, Wien 2014.
  • Impressum: Langsames Licht. Gedichte. Droschl, Graz 2016.
  • Listen, Litaneien, Loops. Zwischen poetischer Anrufung und Inventur. Münchner Reden zur Poesie. Lyrik Kabinett, München 2016.
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Ilma Rakusa (c) Yvonne Böhler